Abgehakt! Ein Monat im Challenge-Fieber

Denkblase mit Markierung "abgehakt"

Mein Mai war echt hart. Familie, Beruf, Haus und Hof? Nein, selbstgemachter Stress. Mehrere Online-Challenges, zu denen ich mich verpflichtet hatte, hielten mich mit ihren Aufgaben in Atem. An Tag 31 ziehe ich Bilanz.
Jetzt fragst du dich: Warum macht sie das eigentlich? Hat sie nicht genug zu tun? Tja, reiner Zufall plus Neugier. Die spannendste Challenge war „No excuses“ von Katja Tongucer und Markus Coenen. Katja habe ich ja neulich hier vorgestellt. 21 Tage lang sollte ich nun Schritt für Schritt meine Komfortzone verlassen und das auch dokumentieren. Wenn nicht – raus! Tapfer aß ich z.B. Senf pur (schüttel!), entsorgte 30 Jahre alte Klamotten und horrorfarbene Lippenstifte, erledigte einen Tag lang alles mit links, vereinbarte endlich einen längst fälligen Behördentermin oder tanzte vor laufender Kamera. Dschungelcamp für Nicht-Promis, und alles gratis! Der eigentliche Stressfaktor war für mich, in der (geheimen) Facebookgruppe zu schauen, was die anderen denn so lieferten. Ein echter Zeitfresser bei über hundert Challengern! Falls du mehr wissen möchtest: Sabine von Fadenvogel.de war auch dabei und beschreibt hier sehr schön, wie sie dieses Spiel und die Moderatoren erlebt hat. Genau wie sie fühlte ich mich hervorragend betreut und motiviert.

Challenges sind wie Kaffeepausenplausch mit Kolleginnen
Und dann gab es im Mai wieder Lettering- und Zeichen-Challenges. Die paar Minuten Zeit für eine Kritzelei plus Kurztext nehme ich mir doch gern als kreative Pausen. Oder *hüstel* zum Prokrastinieren. Wie auch immer: Ich war bei Frau Hölles #letterattackchallenge, Dianas und Farbcafés #30daysdraworletter und den #ttsketchnotes der Texttreff-Frauen dabei. Diese Challenges sind ja nun, anders als die No-Excuses-Reise, völlig frei von Zwang (vom Gruppenzwang oder der eigenen Sucht mal abgesehen) und werden auch nicht moderiert. Man steuert etwas bei oder halt auch nicht. Je nachdem, ob einen das vorgegebene Stichwort reizt. Dafür zeigt man sich öffentlich, aber auch nur, wenn man mag. Großartige Sache, finde ich: zu sehen, wie andere ein Thema auffassen, es umsetzen und sich und ihren Stil weiterentwickeln. Irgendwie kennt man sich nach einer Weile, tauscht Tipps aus, gibt Feedback. Eine nette Community.

Screenshot von @zwischen2stuehlen auf Instagram

Für Leute, die sich per se gern zeigen (=Blogger*innen) hatte Anne Häußler für Mai die #MeetTheBloggerDE-Challenge auf Instagram ausgerufen. Da „musste“ ich mich natürlich auch gelegentlich zu Wort melden. Und Beiträge von anderen verfolgen. So viele spannende Blogs, die ich da entdeckt habe! So viele spontane Ideen, die ich noch schnell posten wollte! Hatte ich schon erwähnt, dass Challenges ein Zeitfresser sind?

Und was hat (mir) das jetzt gebracht?
Nicht die ganz große Herausforderung – dazu wird der Begriff Challenge viel zu inflationär gebraucht. Aber viele lustige und durchaus auch berührende Begegnungen, privat und beruflich. Und das Gefühl, in kleinen Portionen etwas geschafft zu haben. Einen Haken dranzumachen. Anti-Sisyphus? Hm, nach der Challenge ist vor der Challenge. Denn natürlich sind die Pläne für neue Challenges längst publiziert. Ich schiele mal rüber. Zeichnen üben will ich ohnehin. Könnte ja sein, dass ich Zeit finde. Wenigstens ein bisschen.

Challenge_letterattack

Beitrag zu Frau Hölles #letterattackchallenge Mai, Tag 31

EDIT: Meine Personal Challenges im Juni:
#Fensterputzen. Eins pro Tag reicht für gut drei Wochen.
#Unkrautjäten. Das Gras ist im Mai kniehoch gewachsen. Eine der Challenge-Fieber-Folgen.

6 Kommentare

  1. Ich fand die Reflexion sehr interessant und finde den Punkt „Wie wird eine Challenge moderiert?“ sehr wichtig!

    Zeitfresser sind sie – schon bei der Montagsfrage mit ihren 70 – 90 Beiträgen bin ich gut ausgelastet 🙂 Bei MeetTheBloggerDE bin ich noch nicht sicher, wie ich das mache, weil es sehr, sehr viele Beträge sind. Aber mein Ziel ist es, jeden Blog besucht zu haben.

    Was ich gelernt habe: Es gibt viel mehr interessante Blogs, als ich gedachte habe. Irgendwann steckt man in seiner Nische, inkl. bekannter Blogs, fest. Gut, dass man das auflösen kann!

    • Johanna

      Danke für deine Überlegungen! Mein Ziel ist es auch, die Filterblase regelmäßig zu verlassen und neue Impulse zu bekommen. Es gibt so viel Spannendes (und Gruseliges).

  2. Danke für den schönen Rückblick! Wie schön, dass du dabei warst und vielleicht hast du ja Lust auf die Fortsetzung im Herbst. 🙂
    Die Ideen für ungewöhnliche Aufgaben und kleine Impulse gehen uns sicher nicht so schnell aus.

    Alles Liebe,
    Katja

    • Johanna

      Eure Challenge war eine schöne Herausforderung im allerbesten Sinne. Ich kann mir vorstellen, dass ihr noch viele gute Ideen habt. Viel Spaß und Erfolg mit dem bevorstehenden Sommercamp!

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